Posts mit dem Label 19. Jahrhundert werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 19. Jahrhundert werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 13. April 2014

15/2014 Zwei bemerkenswerte Frauen- Tracy Chevalier

Seit ich dieses Buch gelesen habe, will ich Fosilien sehen. Am liebsten möchte ich ins Natural History Museum in London, aber da mein Interesse an Fosilien Dinosaurier nicht einschliesst, könnte das schwierig werde, denn wenn ich es richtig im Kopf habe, steht in der Eingangshalle ein Dinosaurierskelett und ich mag keine Dinos...
Aber back to topic...
 Wieder mal übrigens ein Buch mit einem total unpassenden deutschen Titel. Der englische Titel "Remarkable creatures" bezieht sich auf die Fosilien, der deutsche Titel auf die Frauen...

Bild via www.weltbild.ch

Genre: Historischer Roman

Zeit und Ort: Lyme Regis, Anfangs 19. Jahrhundert

Handlung: Seit dem Tod ihrer Eltern leben Elizabeth Philpot und ihre zwei ledigen Schwestern mit dem Bruder zusammen in London. Doch nun will er heiraten und die drei Schwestern landen im "Exil" in Lyme Regist. Elizabeth verbringt ihre Zeit damit, am Strand nach Fosilien zu suchen und lernt dort Mary Anning kennen, ein Mädchen, das Fosilien sammelt um sie zu verkaufen. Die beiden sammeln und diskutieren zusammen und werden trotz dem Altersunterschied Freunde.
Mit 11 Jahren entdeckt Mary ein Skelett eines komischen Krokodils, das sich bald als Saurier herausstellt, und Mary berühmt macht, auch wenn sie wissenschaftlich nicht anerkannt wird.

Meine Lieblingspersonen: Mary. Margaret.

Mein Eindruck: Das Buch ist schön geschrieben und die Sache mit den Sauriern interessant und macht Lust darauf, ein paar Sachen im Internet nachzuschlagen.
Allerdings fehlte mir irgendwie Handlung, es passiert nicht viel - ausser natürlich, dass Dinge gefunden werden - und Elizabeth ging mir machmal auf den Keks.

Bewertung: 3 Sterne

Samstag, 5. April 2014

14/2014 Die Lust zu Leben - Françoise Sagan

Wieder habe ich ein Buch gelesen, das ich schon zweimal gelesen habe und wieder war ich enttäuscht.

Vor Jahren habe ich alles über Sarah Bernhardt gelesen was ich kriegen konnte und da musste natürlich auch dieses Buch her. Ich weiss noch, dass ich damals - ich war etwa 14 - hin und weg war und auch beim letzten Lesen vor etwas fünf Jahren fand ich es immer noch toll. Diesmal habe ich gegen Ende nur noch überflogen.

Genre: Fiktive Biographie als Briefwechsel

Zeit und Ort: Frankreich und die Welt, 1844 bis 1923 und 1980iger Jahre

Inhalt: Françoise Sagan schreibt dem Geist oder was auch immer der berühmten Schauspielerin Sarah Bernhardt Briefe und Sarah erzählt ihr aus ihrem Leben.
Zwischendurch philospieren die beiden ein bisschen und disskutieren übers Leben im Allgemeinen. Und viele Punkte schweigt Sarah divenhaft einfach aus und Françoise Sagan schreibt ihr dann in ihrer Antwort, was sie sich zusammenreimt.

Meine Lieblingspersonen: Ich hatte immer schon eine Schwäche für Petit Dame und Clairin.

Mein Eindruck: Das Buch erzählt wenig biographische Infos und viel wird einfach irgendwie gefüllt in dem disskutiert, gestritten und gemutmasst wird. Ein netter Einstieg ins Thema, doch wenn man sich ein bisschen mit Sarah Bernhardts Leben befasst hat, erfährt man nicht viel neues, da steht wohl im Wikipedia-Artikel mehr drin.
Toll fand ich allerdings der kleine Fototeil im Buch. Und die Idee mit dem Briefwechsel fand ich wirklich gut umgesetzt.

Bewertung: 2 Punkte.

Samstag, 8. Februar 2014

Die Teerose - Jennifer Donnelly

Dieser Post habe ich früher mal auf dem Blog veröffentlicht und später zusammen mit allen anderen Posts wieder gelöscht. Hier kommt er, der Vollständigkeits halber, nochmals. 

Schon lange hat mich kein Buch mehr so gepackt wie dieses. Vor Jahren habe ich es nach 150 Seiten wieder weggelegt und doch liess es mir keine Ruhe mehr. Irgendwo in meinem Hinterkopf war es immer noch, das Buch in dem Jack the Ripper vorkommt und der Vater seiner Tochter erzählt, warum er die Kirche nicht mag.
Als ich dann in der Bibliothek das Buch aus dem Regal nahm wusste ich sofort, das ist es und beschloss, ihm eine neue Chance zu geben. Auch bei diesem zweiten Versuch war ich mal nahe daran, aufzugeben weil es so traurig war. Doch dann kam der Punkt wo ich merkte, dass ich gar nicht mehr aufhören kann weil ich ja wissen will, wies weitergeht.
Fest steht, dass ich Tee in Zukunft mit einem anderen Gefühl trinken werde!


Genre: Historischer Roman, Liebesgeschichte

Ort und Zeit: London und New York 1888 bis 1898

Inhalt: Die 17-jährige Fiona Finnegan und ihr Freund Joe träumen von einem eigenen Laden. Erst einmal heisst es aber, Geld zu sparen, um diesen eröffnen zu können. Gar nicht einfach wenn man in Whitechapel wohnt und das Geld gerade mal zum Leben reicht und manchmal nicht einmal das. Die Zeiten sind düster, die Arbeitsbedingungen mies und die ersten Gewerkschaften bilden sich. Auf den Strassen von Whitechapel treibt Jack the Ripper sein Unwesen.
Für Fiona läuft am Anfang alles einigermassen gut, besser als für vielen anderen. Doch dann verliert sie nicht nur Joe sondern auch einen Grossteil ihrer Familie und flieht mit ihrem kleinen Bruder nach New York wo sie sich ein neues Leben aufbauen will. Joe kann sie allerdings genau so wenig vergessen wie er sie und auch ihren Hass auf den Teefabrikanten Burton und ihr Wunsch, den Tod ihres Vaters zu rächen, wird nicht kleiner.

Meine Lieblingspersonen: Fiona, die eine ungeheure Wandlung durchmacht, ihr kleiner Bruder Seamie und Nick Soames, der Retter in Not.

Warum ich das Buch mag: Die Teerose ist die Geschichte, die ich schon lange gesucht habe. Mal habe ich Tränen gelacht (zum Beispiel wegen Nicks Aussage: "So viele Blumen. Ist jemand gestorben? Hoffentlich nicht ich!") mal geheult wie ein Schlosshund. Die Geschichte ist packend geschrieben, die Liebesgeschichte von Fiona und Joe wunderschön und irgendwie war nach den ersten traurigen 150 Seiten klar, dass Fiona ihren Weg gehen wird und irgendwann glücklich werden wird, egal ob mit Joe, einem anderen Mann oder ihrer Arbeit.

Bewertung: 5 Sterne!