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Sonntag, 22. Juni 2014

26/2014 Sehnsucht nach Mill River - Darcie Chan

Es gibt selten ein Buch, bei dem ich schon nach zehn Seiten weiss, dass ich es lieben werde. Abends kurz vor neun begann ich zu lesen, morgens um halb zwei legte ich das Buch total benommen und müde zur Seite. Definitiv bis jetzt die beste Neuentdeckung 2014! Und es ist schön an einem Wochenende die halbe Nacht durchzulesen!

Bild via amazon.de

Genre: wieder mal habe ich keine Ahnung

Zeit und Ort: Mill River, Vermont. 1940 bis Gegenwart

Inhalt: Hoch über Mill River steht die „Marmorvilla“ in der Mary McAllister seit dem Tod ihres Mannes vor 60 Jahren alleine lebt. Nur drei Leute aus dem Dorf hatten in den letzten Jahren Zutritt zum Haus. Father O'Brien, Marys langjähriger und einziger Freund, ihre Pflegerin Jean und „Crazy Daisy“
Mary leidet nach einem traumatischen Erlebnis in ihrer Jugend an einer krankhaften Angst vor anderen Menschen. Als ein junger Mann, Patrick McAlllister, auf dem Hof ihres Vaters ein Pferd kauft, fasst sie langsam Vertrauen zu ihm und ist sich sicher, dass sie nun die Familie bekommen wird, die sie sich schon immer wünscht. Sie und Patrick heiraten, doch er missbraucht ihr Vertrauen und wird gewalttätig. Ihr einziger Verbündete ist Patricks Grossvater Conor der ihnen zur Hochzeit das Haus in Mill River schenkte. Nach Patricks Tod sorgt er finanziell für Mary und bittet den jungen Pfarrer Michael O'Brien sich um sie zu kümmern.
Nach Conors Tod ist Father O'Brien für Jahrzehnte die einzige Person zu der Mary Kontakt hat. Durch ihre Angst verlässt sie ihr Grundstück nie und wenn Handwerker ins Haus müssen, bittet sie Father O'Brien, sich darum zu kümmern während sie sich im Schlafzimmer einschliesst.
Er ist auch ihr Fenster zur Welt des Dorfes, er erzählt ihr, wie es den Einwohnern ergeht und bald wacht Mary aus ihrem Marmorhaus über das Dorf. Immer wieder erhalten Leute in Not auf mysteriöse Art Hilfe, Arztrechnungen werden bezahlt, der kaputte Schulbus ersetzt und Kinder erhalten Geld zum Geburtstag. Und an Weihnachten 1973 erhalten alle 136 Haushalte des Dorfes einen Farbfernseher.
Als Mary erfährt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist, beschliesst sie, mit ihrem Geld nach ihrem Tod noch mehr gutes zu tun als sie zu Lebzeiten getan hat und es der einzigen Familie zu vermachen, die sie je hatte; dem Dorf.

Gleichzeitig wird die Geschichte von verschiedenen Leuten im Dorf erzählt. Der Polizist Kyle, der nach dem Tod seiner Frau mit seiner Tochter nach Mill River gekommen ist. Claudia, die Lehrerin, die nun endlich schlank ist und in Mill River ein neues Leben anfangen will. „Crazy Daisy“, eine alte Frau, die in einem Wohnwagen wohnt und Zaubertränke braut und die niemand wirklich für voll nimmt. Ruth, die davon träumt eine Pension zu eröffnen und Jean, die gerne einen Diamantring hätte. Und natürlich Father O'Brien, der seit Jahren Löffel klaut. Von seinem Geheimnis weiss nur Mary, die ihm zwar Taschen in seine Ärmel genäht hat, in denen er die Löffel verschwinden lassen kann, aber gleichzeitig sechzig Jahre verhindert hat, dass er einen ihrer Löffel mitnimmt.

Meine Lieblingspersonen: Mary. Father O'Brien. Conor. Kyle und Rowen. Ruth und Fitz. Eigentlich alle bis auf eine Person aus der Gegenwart und Marys Schwiegerfamilie.

Mein Eindruck: Ein wirklich tolles Buch und eine wirklich schöne Geschichte. Trotz allem was sie durchgemacht hat, wirkt Mary nicht verbittert und man muss sie einfach mögen wie sie da in ihrem Haus sitzt und übers Dorf wacht. Stellenweise war das Buch sehr voraussehbar, aber in diesem Fall ist das nichts negatives, ich musste dann nämlich schnell weiterlesen um zu sehen, ob es so weitergeht wie ich mir zusammengereimt hat.
Das Buch war zudem eher oberflächlich und irgendwie hätte ich gerne mehr erfahren, wie es Mary mit ihrer Einsamkeit ging. Doch gleichzeitig wurde Mary so als sehr starke, unabhängige Frau dargestellt und nicht als bemitleidenswert. 
Stellenweise war das Buch ein bisschen unrealistisch, doch ich habe beschlossen, darüber hinwegzusehen.

Bewertung: 5 Sterne

Sonntag, 15. Juni 2014

24/2014 Der Ruf der Elstern - Margot Livesey

Eins meiner Lieblingsbücher und ich lese es immer wieder. Das erste Mal war ich noch ein Teenager, das Buch begleitet mich wohl seit fast zehn Jahren. Als Einleitung ins Buch steht ein Spruch über die Bedeutung der Elstern; sechs für den Tod, zwei für Freude etc. Bei uns hinter dem Haus lebten jahrelang zwei Elstern und ich habe mich immer gefreut, dass es zwei sind, also das Zeichen für Freude.

Weil das Buch das erste war das mir beim Stichwort Schottland eingefallen ist (ausser Harry Potter natürlich), "musste" es natürlich mit und wurde im Zug auf dem Weg von Edinburgh nach London gelesen.

Auf englisch hat das Buch übrigens den besten Buchtitel, den ich je gehört habe; Eva moves the furniture.

Bild via lovelybooks.de

Zeit und Ort: Schottland (Troon, Glasgow und die Highlands) 1920 bis 1954

Genre: wieder mal weiss ich es nicht

Handlung: Evas Mutter Barbara stirbt bei ihrer Geburt und so wächts Eva mit ihrem Vater und Tante Lilly auf. Barbara ist in den Erzählungen allerdings allgegenwärtig und es ist so, als würde sie jeden Moment wieder zur Tür hereinkommen.
Noch jemand anderes begleitet Eva durch ihr Leben; eines Tages erscheinen eine ältere, in grau gekleidete Frau und ein Mädchen mit blauem Kleid und Zöpfen. Es braucht viele Begegnungen mit den beiden bis Eva merkt, dass sie anders sind als alle Menschen, die sie kennt. Sie tauchen aus dem Nichts auf und verschwinden ebenso plötzlich wieder, sie weichen einfachen Fragen aus und werden oft so wütend, dass sie sich in Luft auflösen.
Bald merkt Eva, dass die beiden nicht nur eifersüchtig sind sondern sich auch sehr gerne in ihr Leben einmischen. So überzeugen sie sie z.B. davon, dass sie eine Ausbildung machen soll, richten dann aber so viel Unheil an dass Eva bald wieder gekündigt wird.
Während dem 2. Weltkrieg arbeitet Eva in Glasgow als Krankenschwester, verliebt sich in einen Arzt und sieht die beiden Besucherinnen fast nicht mehr. Sie führt endlich ein normales Leben und ist ihr "Makel" los, doch bald tauchen die beiden wieder auf und mischen sich mehr denn je ein.
Schliesslich wird Eva Krankenschwester in einer Schule im Tal wo ihre Mutter aufgewachsen ist und findet auch endlich heraus, wer ihre Besucherinnen sind.

Meine Lieblingspersonen: Eva. Die graue Frau. Tante Lilly. Anne. Matthew Livingston.

Mein Eindruck: Irgendwas an diesem Buch fasziniert mich. Man könnte nun versuchen, zu analysieren, wieso Eva Geister sieht und ob es Geister oder Einbildungen sind und und und... Doch ich habe das Buch immer nur als schönes Lesevergnügen gesehen in dem sich die Welt der Lebenden und die Welt der Toten begegnen.

Meine Bewertung: 5 Sterne

Sonntag, 1. Juni 2014

22/2014 Sarahs Schlüssel - Tatiana de Rosnay

Ich habe einen SUB von hier bis zum Mond. Der physische SUB ist ein hoher Stapel unter meinem Nachttischchen doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. In meiner Bücherliste tummeln sich wohl um die 50 Bücher mit dem Status "ungelesen" Hin und da nehme ich eins der Bücher hervor und lese es und meist sind es wirklich sehr gute Bücher, doch irgendwie habe ich viel zu selten Lust auf ein SUB-Buch.

Sarahs Schlüssel steht schon ein paar Jahre ungelesen in meinem Regal. Irgendwie habe ich mich dann doch "durchgerungen" es zu lesen und bin wirklich froh darüber.

 Bild via Lovelybooks.de

Zeit und Ort: Paris 1942 und 2002
 
Genre: ich weiss es nicht...

Inhalt: Als die 11 Jährige Jüdin Sarah und ihre Familie im Sommer 1942 im Rafle du Vélodrome d'Hiver durch die Polizei abgeholt werden, weigert sich Sarahs kleiner Bruder mitzukommen. Sarah tut das für sie im Moment einzig richtige und versteckt ihn im Wandschrank hinter der Tapetentür. Sie ist sich sicher, dass sie in ein paar Stunden zurück sind oder der Vater, der sich im Keller versteckt, Michel sogar früher wieder rausholt.
Doch der Vater stellt sich der Polizei und die Familie kommt erst mit tausenden anderen Juden in den
Vélodrome d'hiver und dann in ein Lager, wo Sarah von ihren Eltern getrennt wird. Mit einem anderen Mädchen gelingt ihr die Flucht aus dem Lager und sie macht sich auf den Rückweg nach Paris, um Michel aus dem Schrank zu befreien.

60 Jahre später schreibt die amerikanische Journalistin Julia, die schon lange in Paris lebt, an einem Artikel über die Deportation der Pariser Juden. Sie trifft Nachkommen von Überlebende sowie Pariser, die sich noch an die Ereignisse erinnern. Zusammen mit ihrem Mann will sie die Wohnung ihrer Schwiegergrossmutter Mamé umbauen und dort einziehen. Als sie von Mamé erfährt, dass die Wohnung vor 1942 einer jüdischen Familie gehört hat, beginnt sich, nach deren Schicksal zu forschen.

Meine Lieblingspersonen: Jules und Geneviève. Zoé. Julias schwule besten Freunde. Edouard, der wohl die grösste Wandlung durchmacht.

Mein Eindruck: Mir ist es wirklich schwer gefallen, das Buch hin und wieder abzulegen. Vor allem der erste Teil, in dem abwechselnd von Sarah und von Julia erzählt wird, war unglaublich spannend und auch sehr berührend. Geweint habe ich weniger wegen all der Grausamkeit sondern wegen den kleinen Zeichen der Menschlichkeit.

Meine Bewertung: 5 Sterne

Samstag, 10. Mai 2014

19/2014 Fineli aus der Altstadt - Elsa Muschg

Wieder habe ich ein altes Kinderbuch gelesen. Das Buch spielt in den 30iger Jahren und meine Mutter hat es schon gelesen als sie ein Mädchen war. Eines Tages hat sie alle ihre alten Bücher an mich weitergegeben und ich habe es in meiner Kindheit mehrmals gelesen. Auch heute lese ich es immer wieder gerne, denn dies ist nostalgisches Lesevergnügen. Und es kommen so viele nette Personen vor, alle scheinen Fineli wohlgesinnt zu sein.

Bild via Amazon.de

Zeit und Ort: Zürich und Thun, 1930ige Jahre

Genre: Mädchenbuch

Inhalt: Josephina Kraft, von allen nur Fineli genannt, lebt mit ihrer verwitweten Mutter mitten in Zürich in der Wohnung über dem "Kapuzinerli", Mutters Cafe. Eines Tages giesst Fineli die Blumen auf dem Balkon und kippt das Wasser über einen Gast im Cafe. Kurze Zeit später taucht eben dieser Kunde, ein gewisser Herr Hartmann, als Aushilfslehrer in Finelis Klasse auf. Er ist ein ernster Mann, der seine Frau und sein Kind verloren hat und eigentlich lieber Musiker als Lehrer wäre. Zudem stellt sich bald heraus, dass er früher Finelis Vater gekannt hat.
Herr Hartmann ist es auch der eine Lösung für Finelis Schulfreund Freddy findet, der bald in Finelis Haus zieht um bei seiner Tante, Fräulein Vögeli, zu wohnen. Fräulein Vögeli ist eine alte Jungfer, die gerne schimpft und Fineli sowie Hund Schnupperli verwöhnt.
Doch das glückliche Leben ist in Gefahr. Nebenan wird ein anderes Cafe eröffnet und Finelis Mutter muss ihr Cafe schliessen. Sie findet zwar eine gute Stelle, doch sie wird ein Dienstzimmer haben und kann Fineli so nicht mitnehmen. Sie kommt zu ihrer Patentante nach Thun, einer ernsten und strengen Klavierlehrerin, die nicht über den Tod von ihrem Bruder, Finelis Vater, hinweggekommen ist.
Fineli leidet an Heimweh, findet keinen Anschluss und die Tante zeigt keine Zuneigung. Als die Tante eines Tages nach Bern fährt wird Fineli vom Nachbarsmädchen "Böhnli" nach Hause eingeladen und verbringt einen schönen Nachmittag mit Böhnli und ihren Grosseltern. Dort hört sie auch ein Gespräch mit einem Nachbarn, der am nächsten Tag mit einer Ladung Weinfässer nach Zürich fahren wird. Fineli beschliesst, auszureissen.
Die Tante hat inzwischen beschlossen, mit Fineli einen Neuanfang zu wagen, doch als sie am Morgen aufsteht, ist Fineli weg. Böhnlis Grossmutter schlägt vor, dass man das Kind doch im Radio ausrufen sollte. Bald sucht halb Thun sowie alle Leute in Zürich, die Fineli kennen, nach ihr. Der Lastwagenfahrer hat indessen sein Auto bei einem Freund in die Garage gestellt, wo Fineli schliesslich von Freddy gefunden wird.
Fineli feiert Wiedersehen mit ihrer Mutter, Freddy, Fräulein Vögeli und Herr Hartmann. Nachdem die Mutter sie ausgeschimpft hat weil man nicht ausreisst, erzählt sie ihr, dass sie und Herr Hartmann bald heiraten möchten und Fineli nur noch bis zum Frühling zurück zur Tante muss, wenn sie Fineli nach dem Vorfall noch haben möchte.
Herr Widmer - Böhnlis Grossvater - kommt nach Zürich um seinem Nachbarn zu helfen, den die Polizei wegen versuchter Entführung vorerst eingesperrt hat. Fineli gibt den beiden ein Entschuldigungsschreiben an die Tante mit, vermittelt Freddy eine Lehrstelle in Herr Widmers Schreinerwerkstätte und Freddys Mutter - die zur Zeit im Gefängnis ist - eine Stelle als Haushälterin...
Die Tante verzeiht Fineli, sie darf zurück nach Thun und das Verhältnis zwischen den beiden bessert sich. Das Buch endet mit der Ankunft von Freddys Mutter in Thun, der Hochzeit in Zürich und dem neuen Haus am See, das Kapuzinerli heisst. Böhnli kommt an die Hochzeit, Freddy fährt mit der Tante zurück um bei Schreiner Widmer seine Lehre zu beginnen und Fräulein Vögeli zieht mit Fineli und ihrer Familie ins Haus am See.
Happy End also. 

Meine Lieblingspersonen: Frau Widmer, Böhnlis Grossmutter, von der eins meiner liebsten Buchzitate stammt. Als sich die Tante bei ihr entschuldigt, dass sie nie eine gute Nachbarin war, meint Frau Widmer nur: "Gestern war gestern, heute ist heute."
Aber eigentlich mag ich wirklich alle im Buch sehr gerne.

Mein Eindruck: Ein schönes Buch das einfach glücklich macht. Veraltet, ja. Aber trotzdem sehr schön. Es werden viele ernste Themen angesprochen (Verlust von geliebten Menschen, Alkoholprobleme, Eltern, die im Gefängnis sind, Heimweh, finanzielle Sorgen...) aber das Buch bleibt immer positiv und auf eine Art heiter. Zudem vermittelt es irgendwie die Botschaft, dass man zusammen stark ist. 

Meine Bewertung: 5 Sterne

Samstag, 26. April 2014

17/2014 Whispers underground - Ben Aaronovitch

Inhaltlich definitiv das beste der Rivers of London Bücher. Und wiederum Lesestoff, der viel zu schnell vorbei geht.

Bild via Amazon.co.uk

Zeit und Ort: London, Gegenwart

Genre: Fantasy

Inhalt: Inzwischen scheint halb Kentish Town zu wissen, dass Peter ein Zauberer ist und so wird er von einem Nachbarsmädchen über einen Geist in einem U-Bahntunnel informiert. Während er noch an Geistern herumstudiert wird er eines Nachts aus dem Schlaf geklingelt weil in einer U-Bahnstation eine Leiche liegt. Der junge Mann kam durch den Tunnel, kletterte auf den Bahnsteig und starb - von irgendetwas in den Rücken gestochen. Peter und Sergant Kumar von der British Transport Police suchen den Tunnel ab und prompt findet Peter die vermutliche Tatwaffe; ein Tonscherben voller Vestiga. Bloss finden sie die Stelle nicht, an der das Opfer in den Tunnel gekommen ist...
Da es sich beim Toten um den Sohn eines Senators handelt haben die Ermittler bald eine Beamtin vom FBI am Hals, die keinesfalls merken darf, was Peters Job ist... Aber prompt heftet sie sich an seine Fersen...
Doch Peter und Lesley haben nicht nur Special Agent Reynolds am Hals sondern auch den Mitbewohner des Toten, Zach Palmer, nach eigenen Angaben Halb-Fee. Zach möchte vor allem durchgefüttert werden, erweist sich aber teils auch als ziemliche Hilfe.
Bald beschäftigen sich Peter und Lesley mit komischen Künstlern, der Untergrund-Kunstszene und der Möglichkeit, dass es in der U-Bahn Dinge gibt, die der Aussenwelt verborgen sind. Zudem jagen sie den Vorgänger und vermutlichen Lehrer des gesichtsloses Mannes.

Meine Lieblingspersonen: Nightingale natürlich. Den chaotischen Zach. Sergant Kumar. Elizabeth Ten-Ton.

Mein Eindruck: Inhaltlich eindeutig bis jetzt das beste der Bücher und die Idee dahinter ist wirklich toll. Teilweise ein bisschen langatmig, aber auf jeden Fall spannend. Und wie bereits in den anderen Büchern gefällt mit der Wechsel der Handlung zwischen dem eigentlichen Fall, der Jagt nach anderern Magiern und die Begegnungen mit Mother Thames und ihren Töchtern.

Meine Bewertung: 5 Sterne

Sonntag, 30. März 2014

12/2014 Harry Potter and the philosophers stone - J.K.Rowling

Ja, was soll ich euch über Harry Potter erzählen? Ich mache hier nur eine "Kurzreview" und erzähle euch dafür sonst etwas über meine Liebe zu HP.

Als das vierte Band seinerzeit rauskam, bekam ich Band drei von meinem Patenonkel zu Weihnachten. Meine Mutter hatte kurz davor alle Bücher ebenfalls gekauft. Ich erinnere mich noch, wie ich an diesem Weihnachtstag bei Oma auf dem Ofen sass und das erste Kapitel las und es mich überhaupt nicht interessierte. Eine Freundin lag mir schon lange in den Ohren, ich solle es endlich lesen, doch ich wurde einfach nicht warm damit.
In den Herbstferien waren wir in unserem Ferienhaus und hatten schon alles zusammengepackt, waren aber aus irgend einem Grund doch noch nicht abreisebereit... Harry Potter zwei lag noch uneingepackt im Wohnzimmer rum und ich bin dann mit dem Buch nochmals rauf in mein Zimmer und habe zu lesen begonnen. Das war ein richtiges Aha-Erlebnis und ich habe in den folgenden Wochen alle Bücher verschlungen.

Meine Schwester war kurz vor oder nach mir ebenfalls auf den Geschack gekommen, meine Mutter hat ebenfalls gelesen, allerdings bei der Quidditch-Weltmeisterschaft aufgehört weil sie es langweilig fand. Als dann Band fünf rauskam, haben meine Schwester und ich gelost, wer zuerst lesen darf und sie hat gewonnen... Ich musste warten und warten. Eine Freundin hatte ebenfalls mit ihrer Schwester gelost, aber gewonnen. Als dann ihre Schwester mit Lesen an der Reihe war, las diese nur am Abend und das Buch lag tags zu Hause rum. Also hat meine Freundin das Buch jeden Tag mit in die Schule geschleppt damit ich in der Mittagspause lesen konnte.
Am Tag als ich die Zusage für meinen Ausbildungsplatz bekommen habe, habe ich auch das Buch fertig gelesen :-)

Und nun zu meiner Minireview. Band eins ist für mich jetzt nicht das beste der Bücher, aber ich mag es wirklich gerne und es ist jetzt im Nachhinein schön zu sehen, dass Neville damals schon ziemlich mutig war, auch wenn er das selber nicht glaubte.

Meine Lieblingspersonen über alle Bücher hinweg sind übrigens Professor McGonagall und Mr und Mrs Weasley. Dumbledore mag ich auch sehr gerne und natürlich die Hauptpersonen. Jetzt, im Rückblick, ist Neville mein heimlicher Favorit.

Freitag, 14. März 2014

11/2014 Die Flüsse von London

Vor zwei Jahren habe ich das Buch eher zufällig entdeckt, als ich im Buchladen bereits auf dem Weg zur Kasse war. Am Abend, einem Freitag, wollte ich dann gegen acht noch ein bisschen lesen und dann um zehn ins Bett. Nach zwölf musste ich das Buch weglegen weil ich die Augen nicht mehr offen halten konnte und am Morgen habe ich, noch im Bett, die zweite Hälfte des Buches gelesen. Am Nachmittag habe ich das Buch meiner Mutter gebracht und bis Sonntagabend war sie auch durch...

 Bild via dtv

Zeit und Ort: London, Gegenwart

Genre: Fantasy

Inhalt: Peter Grant ist ein junger Polizist, der nach zwei Jahren Streifendienst bald eindeutig eingeteilt wird und ziemlich sicher nur einen Bürojob bekommen wird. Doch dann muss er mit seiner Kollegin Lesley den Tatort eines Mordes bewachen und sein Leben nimmt eine Wendung. Peter begegnet einem Zeugen, der alles gesehen hat. Die Sache hat nur ein Hacken, der Zeuge ist nämlich seit längerer Zeit tot und ein Geist.
Ein paar Tage später versucht Peter, dem Geist nochmals zu begegnen, doch dafür wird er von einem altmodisch angezogenen Mann angesprochen, der ihn fragt, was er hier suchen würde. Auf die Antwort, er suche einen Geist reagiert der Mann (logischerweise) komisch und zeigt ihm seinen Polizeiausweis.
Am nächsten Tag wird Peter statt zu seinem Bürojob zu einem Treffen mit Thomas Nightingale geschickt.
Nightingale ist der letzte Zauberer Englands, viel älter als er eigentlich aussieht und Chef einer Spezialpolizeieinheit, die sich mit allem Übersinnlichen beschäftigt.
Peter wird zu seinem Lehrling, zieht ins Folly, dem Hauptquartier der britischen Magierwelt, und darf sich nun statt mit Datenerfassung mit Zaubersprüchen, Flussgöttern und mysteriösen Todesfällen befassen.
Da gibt es die Serie von Todesfällen, die mit dem Mord am Covent Garden begann, bei dem Peter dem  Geist begegnet. Doch auch Vampire beschäftigen Peter und dann muss er sich auch noch mit Vater und Mutter Themse herumschlagen, die sich auf den Tod nicht leiden können.

Meine Lieblingspersonen: Thomas Nightingale. Isis. Der alte Mann der Themse. Dr Walid. Peter irgendwie auch.

Mein Eindruck: Das Buch hat mich damals beim ersten Lesen sofort in seinen Bann gezogen - ob Nightingale da was gezaubert hat? - und auch jetzt bin ich noch immer begeistert. Es zeigt einen anderen Ansatz der Magie als Harry Potter was ich sehr interessant finde.
Beim ersten Mal habe ich so schnell gelesen, dass ich ein paar Kritikpunkte übersehen habe, die mir nun - auch mit dem Wissen der anderen drei Bücher - aufgefallen sind. Z.B. fehlt mir bis am Schluss ein Motiv und manchmal hat die Handlung Lücken. Zudem werden sehr viele Sachen angesprochen und nicht geklärt. Ich habe erst gedacht, dass sich das dann im nächsten Band oder so auflöst, aber inzwischen gibt es nur noch viel mehr Fragen, aber keine Antworten darauf. Und ich weiss immer noch nicht, was in Ettersberg passiert ist...

Meine Bewertung: 5 Sterne

Samstag, 8. Februar 2014

Die Winterrose - Jennifer Donnelly


Nach "Die Teerose" war ich natürlich sehr gespannt auf die Fortsetzung und habe diese genau so wie Band 1 verschlungen! Es gibt ein Wiedersehen mit den Personen aus Band eins, aber es werden auch viele neue Personen vorgestellt.
Nun freue ich mich auf den dritten Teil, der nächsten Sommer erscheinen wird und in dem es um Seamie und Willa geht. Vermutlich werden sich die beiden auch erst auf den letzten paar Seiten nach vielen Irrungen und Wirrungen wieder finden. Ich bin gespannt, wo das Schicksal die beiden hinführt und es würde mich nicht wundern, wenn Willa einen Weg finden würde, weiterhin Berge zu besteigen.
Genre: Historischer Roman, Liebesroman

Zeit und Ort: London und Afrika 1900-1906

Inhalt: India Selwyn-Jones, Tochter aus reichem Hause, hat gegen den Willen ihrer Eltern Medizin studiert. Sie ist verlobt mit dem Politiker Freddie Lytton, doch bevor sie ihn heiratet, möchte sie erst einmal praktizieren und in Whitechapel den Armen helfen. Sie merkt aber bald, dass es gar nicht so einfach ist. Zusammen mit Krankenschwester Ella träumt sie deshalb von einer eigenen Klinik und beginnt, Geld zu sammeln.
Bei ihrer Arbeit im London Hospital lernt sie den Verbrecher Sid Malone kennen - ausgerechnet der Erzfeind ihres Verlobten - und lieben. Sid zeigt ihr nicht nur, wie das Leben in Whitechapel wirklich ist, er unterstützt sie auch - erst gegen ihren Willen - finanziell, damit sie die Klinik eröffnen kann. Auch wenn Sid findet, dass sie ohne ihn besser dran wäre, werden die beiden ein Liebespaar und möchten irgendwo ein neues Leben anfangen. Die Sache läuft schief, Sid muss untertauchen und India steht vor dem nächsten grossen Problem.

Gleichzeitig geht es wieder um Fiona, die unter anderem auf der Suche nach ihrem Bruder ist, um Joe, der versucht, Freddie Lytton den Parlamentssitz von Tower Hamlets wegzunehmen und um Seamie. Dieser geht nicht nur auf Forschungsreise in die Antarktis sondern besteigt auch den Kilimandscharo.

Meine Lieblingspersonen: Meine beiden Lieblinge aus Band eins; Fiona und Seamie. India und Sid Melone, die ungeheuer kluge und tapfere Charlotte. Ella, die an Indias Träume glaubt und Mrs Moskowitz, die sie am liebsten sofort umgesetzt sehen möchte. Und natürlich der "ehrenwerte Abgeordnete von Hackney" mit seiner Fuhre Mist auf dem Parliament square.

Warum ich das Buch liebe: Die Winterrose liest sich schnell und flüssig und man möchte am liebsten sofort wissen, wies ausgeht. Mit Sid Malone gibt es in den ansonsten hauptsächlich guten oder bösen Personen auch einen Bösewicht mit Herz.
In manchen Dingen ist das Buch allerdings eher unglaubwürdig, so ist mir zum Beispiel ein Rätsel, wie eine Person alleine Vermisste in Afrikas Wildnis finden kann, bevors zu spät ist. Und auch die Sache mit dem ehrenwerten Abgeordneten von Hackney.

Bewertung: 5 Sterne

Die Teerose - Jennifer Donnelly

Dieser Post habe ich früher mal auf dem Blog veröffentlicht und später zusammen mit allen anderen Posts wieder gelöscht. Hier kommt er, der Vollständigkeits halber, nochmals. 

Schon lange hat mich kein Buch mehr so gepackt wie dieses. Vor Jahren habe ich es nach 150 Seiten wieder weggelegt und doch liess es mir keine Ruhe mehr. Irgendwo in meinem Hinterkopf war es immer noch, das Buch in dem Jack the Ripper vorkommt und der Vater seiner Tochter erzählt, warum er die Kirche nicht mag.
Als ich dann in der Bibliothek das Buch aus dem Regal nahm wusste ich sofort, das ist es und beschloss, ihm eine neue Chance zu geben. Auch bei diesem zweiten Versuch war ich mal nahe daran, aufzugeben weil es so traurig war. Doch dann kam der Punkt wo ich merkte, dass ich gar nicht mehr aufhören kann weil ich ja wissen will, wies weitergeht.
Fest steht, dass ich Tee in Zukunft mit einem anderen Gefühl trinken werde!


Genre: Historischer Roman, Liebesgeschichte

Ort und Zeit: London und New York 1888 bis 1898

Inhalt: Die 17-jährige Fiona Finnegan und ihr Freund Joe träumen von einem eigenen Laden. Erst einmal heisst es aber, Geld zu sparen, um diesen eröffnen zu können. Gar nicht einfach wenn man in Whitechapel wohnt und das Geld gerade mal zum Leben reicht und manchmal nicht einmal das. Die Zeiten sind düster, die Arbeitsbedingungen mies und die ersten Gewerkschaften bilden sich. Auf den Strassen von Whitechapel treibt Jack the Ripper sein Unwesen.
Für Fiona läuft am Anfang alles einigermassen gut, besser als für vielen anderen. Doch dann verliert sie nicht nur Joe sondern auch einen Grossteil ihrer Familie und flieht mit ihrem kleinen Bruder nach New York wo sie sich ein neues Leben aufbauen will. Joe kann sie allerdings genau so wenig vergessen wie er sie und auch ihren Hass auf den Teefabrikanten Burton und ihr Wunsch, den Tod ihres Vaters zu rächen, wird nicht kleiner.

Meine Lieblingspersonen: Fiona, die eine ungeheure Wandlung durchmacht, ihr kleiner Bruder Seamie und Nick Soames, der Retter in Not.

Warum ich das Buch mag: Die Teerose ist die Geschichte, die ich schon lange gesucht habe. Mal habe ich Tränen gelacht (zum Beispiel wegen Nicks Aussage: "So viele Blumen. Ist jemand gestorben? Hoffentlich nicht ich!") mal geheult wie ein Schlosshund. Die Geschichte ist packend geschrieben, die Liebesgeschichte von Fiona und Joe wunderschön und irgendwie war nach den ersten traurigen 150 Seiten klar, dass Fiona ihren Weg gehen wird und irgendwann glücklich werden wird, egal ob mit Joe, einem anderen Mann oder ihrer Arbeit.

Bewertung: 5 Sterne!